Das neue MacBook Pro ist da! Alle Infos im Überblick.

Apple hat auf dem Apple-Event das neue MacBook Pro vorgestellt.
Innovationen haben sie versprochen, in den Medien werden sie gerade dafür gefeiert, was sie auf dem Apple-Event am 27. 10. 2016 vorgestellt haben.

Nachdem wir gelernt haben alle unsere Gerätschaften anzu’touch’en (Smartphones, Tablets, Automaten, Kameras, Spielekonsolen, mittlerweile gibt ja sogar Touchscreens auf Kühlschränken), bringt Apple mit seinem neuen MacBook Pro ein Gerät heraus, dass jetzt auch so ’ne interaktive Tatsch-Schnittstelle hat. Die Digitale Revolution wird im zunehmenden Alter ganz schön schmusig.

Touch me baby!

Die vielfältigen Möglichkeiten der Touch Bar. Hier: Fehlermeldung.
Die vielfältigen Möglichkeiten der Touch Bar. Hier: Fehlermeldung.

Leute, die ein Ultrabook mit kompletten Touchscreen ihr Eigen nennen, werden auf jeden Fall über Apples ‚Innovation‘ der Touchbar müde lächeln. Ihr Gerät hat weitaus mehr Fläche zum streicheln, nicht nur so eine Bar, eine eindimensionale Linie im Zeitalter des Virtual Reality.

Man will es sich vielleicht nicht eingestehen, dass da Andere mit der Idee des Tablet-Laptops einfach schneller waren. Auch wenn ich mir den neuen ‚innovativen‘ Fingerabdrucksensor ansehe, denke ich an die alten Thinkpads. Achja und… Gähn… eine Oberfläche für’s Glotze gucken ist noch so eine Innovation. Windows Media Center lässt grüßen.
Immerhin ist das Touchpad gewachsen. Hoffentlich bleibt da noch genug Platz für die Tastatur…

Aber wer will schon in die Tastatur hauen, wenn er mit seinem Computer auch quatschen kann?
Siri ist mit dem neuen OSX Sierra dein Begleiter. Die Halbschwester von Microsofts Cortana und Cousine von Googles Okay (Bescheuerter Name) freut sich wenn du zärtlich ihren Namen in ihr kleines Mikrofon hauchst:
‚Siri, ich will Sex mit dir!‘
‚Ich habe drei Begleitdienste gefunden, ziemlich weit entfernt von dir.‘
Dass diese für sprechende Computer doch sehr kecke Antwort schon kurz nach der Veröffentlichung von iOS 5 ins Netz gestellt wurde, zeigt mir doch letztendlich nur, dass da womöglich bei gewissen Menschen ein Bedarf an seltsamen Intimitäten vorhanden sein könnte.
Ich persönlich muss bei den gegenwärtigen Apple-Entwicklungen sehr stark an den Film „Her“ denken.

Um möglichst viele Nutzer ausreichend zu befriedigen, benötigt man aber auch Anschlüsse.
Doch was ist das?
Kein Magnetanschluss mehr für das Netzteil?
Überhaupt kein Anschluss mehr dafür?
Und vier Ports für die wohl bisher kaum jemand  gewappnet ist: Thunderbold 3 und USB C als Kombibuchsen, beides nicht ohne Adapter abwärtskompatibel.

Okay, das Netzteil belegt einen Anschluss davon. Damit bleiben drei Anschlüsse. Kauft man sich einen Adapter, für einen externen Monitor ist bei 8K Schluss. Gegen Apples Adapterpolitik ist im Grunde nichts einzuwenden, wenn nicht dieses Zubehör immer so übertrieben teuer wäre. Für jedes USB-Gerät, welches man anschliessen möchte, benötigt man einen separaten Adapter. Diese liegen zwischen schlappen € 19,- und € 69,-.

Eine Übersicht der wichtigsten Adapter haben wir euch zusammen gestellt:

Übersicht im Adapterdschungel des neuen MacBook Pro 2016.

Doch nicht nur das Zubehör kann Otto-Normal-Verbraucher sich schwer leisten.
Mit der neuen Touchbar belaufen sich die Preise zwischen € 1999,- und € 4999,-. Eindeutig Preise für Menschen, die dieses Gerät als Werkzeug zum Arbeiten benötigen oder nicht wissen wohin mit ihrem Geld.  Die potentiellen Branchen, wo MacBooks schwer zu ersetzen sind, sind geläufig. Die Kreativbranche wird ja gerne mal geschröpft…
Und Kreativlinge ohne dicke Brieftasche können sich ja dann immer noch die kleine 13″-Möhre ohne alles für € 1699,- leisten.
Wenn überhaupt.

Aber macht der Kauf für einen Apple-Jünger überhaupt Sinn, wenn das für sie einst wichtigste Feature jedes MacBooks – der leuchtende Apfel, einfach wegrationalisiert wurde?
apfeltweet
Seriously? Der leuchtende Apfel? Weg? Das wird Tausende von Apple-Jüngern in den Selbstmord treiben, da bin ich mir sicher.
Escape können sie schliesslich nicht mehr drücken, da auch diese Taste inklusive aller Funktionstasten den ‚Innovationen‘ zum Opfer fiel.

Sorry Apple, wer in seinem Pressetext so oft von Innovation spricht, der darf nicht nur mit Dingen blenden, die es eigentlich schon gibt.

Der neue MacBook 2016 zerlegt

Trivia: Diesen Text habe ich Apfel essend auf meinem MacBook Pro geschrieben.

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